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Buchbesprechung

Gesteine der Schweiz - Der Feldführer

«Gesteine der Schweiz - Der Feldführer»
von Jürg Meyer im Haupt Verlag

1. Auflage 2017
448 Seiten, 660 Farbfotos, 25 Tabellen, 25 Grafiken/Profile, 5 Karten
Flexobroschur, 15,5 x 22,5 cm, 641 g
Haupt Verlag

ISBN: 978-3-258-07856-4

 

Vor ein paar Tagen hab ich das Belegsexemplar erhalten - Ein tolles Buch! Immer wieder bekomme ich Rückmeldungen wie „Gestern waren wir auf einer Bergwanderung und hätten uns gewünscht, Du wärst dabei gewesen und uns die Steine erklärt. Wir mailen Dir eine Foto eines ganz besonderen Steins. Vielleicht kannst du uns aus der Ferne helfen“. Mit dem neuen Feldführer wird sich dies wohl ändern. 

Wie es sich gehört beginnt das Buch mit einer geologischen resp. einer Gesteinszonenkarte. Als erstes kann man dort den Fundort des Gesteins oder die Wanderroute lokalisieren, dann das entsprechende Kapitel aufschlagen. Beispielsweise Gesteinsszone 5, Grundgebirgsgesteine des Helvetikums (Aare- und Gotthardgebiet mit Granit, Gneissen und Mineralklüften), oder Gesteinszone 14, Mesozoische Gesteine des Südalpins (Dolomite, Marmore, Brekzien). Die einzelnen Kapitel beginnen jeweils mit einer gut verständlichen Beschreibung über die Entstehung der Gesteine, dann folgen Fotos mit Kommentaren. Immer wieder sind spezielle Geschichten eingestreut: dass bis vor 100 Jahren aus den Saurierfossil-führenden Ölschiefern durch Destillation eine antiseptische, schmerzstillende Salbe („Saurol“) gewonnen wurde oder dass sich der Kieselkalk für den Abbau des besten Bahnschotters eignet.

Noch in keinem Geologiebuch habe ich bislang eine Beurteilung der Klettereigenschaften der Formationen gefunden. Der Dolomit im Südalpin ist herrvorragend zu Klettern, der Molassesandstein hingegend ist nur selten genug gut aufgeschlossen für mehrere Seillängen, wobei das Bouldergebiet Lindentäli bei Bern und das Klettergebiet Sense-Schwarzwasser durchaus Freude bereiten können. Jürg Meyer ist nicht nur ein kluger Geologe, sondern auch eidg. dipl. Bergführer, begeistender Lehrer, Pianist und Performer. Ich hab das Buch den Geologen unseres Büros gezeigt: Cool, Mega. Also: falls Sie sich entscheiden müssen, entweder eine Flasche Wein (1350 g mit 750 ml Wein) oder den wetterfesten Feldführer (1105 g mit 448 Seiten und 666 Bildern ) in den Rucksack zu packen: Entscheiden sich für letzteren. Dann sind Sie mit mehr zufrieden und es wirkt länger.

Franz Schenker, Meggen
Dr. phil. nat., Geologe

Buchinhalt

Der umfassende Feldführer zu den Gesteinen der Schweiz.

130 ausführliche, reich bebilderte Porträts der Gesteinsarten plus detaillierte Gesteinszonen-Karte.

Spannendes Hintergrundwissen zur Entstehung der Landschaften im «Land der Berge».

Die Schweiz ist ein Land der Berge und weist eine enorme Vielfalt an Gesteinen auf. Fast alle erdenklichen Gesteinsarten sind vom Jura über das Mittelland bis in die Alpen zu finden. 

«Gesteine der Schweiz» präsentiert diesen geologischen Reichtum in rund 130 reich bebilderten Gesteinsporträts. Neben den Aspekten der Gesteine im Handstück werden ihre Erscheinungsformen in der Landschaft erläutert, auf typische Strukturen und Erosionsformen sowie auf ihre Verwendung hingewiesen.
Eine detaillierte Gesteinszonen-Karte bildet die Grundlage für die Einteilung der Gesteinsporträts und erleichtert das Aufspüren im Feld. Dazu wird in die wichtigsten Grundlagen und spannendsten Aspekte rund um die Gesteine der Schweiz eingeführt.

Jürg Meyer

Autor

Jürg Meyer

Dr. phil. nat., ist Geologe und eidg. dipl. Bergführer, selbständiger Berater, Ausbildner und Texter in den Bereichen Berge/Geologie/Umwelt.
www.rundumberge.ch